Issue 6 -Dec. 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

6 ausgabe

Draußen wird es kälter, die ersten Schneeflocken sind gefallen und die Abende verbringt man nun am ehesten in der warmen Stube. Vielleicht sogar mit einer guten Lektüre in der Hand? Pünktlich zur kalten Jahreszeit freuen wir uns entsprechend Ihnen die sechste Ausgabe der „Zeitschrift der Ezidischen Akademie“ präsentieren zu können.

Auch in dieser Dezember-Ausgabe haben wir wieder aktuelle Beiträge verschiedener Autoren zum Ezidentum für Sie zusammengetragen. Wenn auch Sie etwas zur Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen möchten, so freuen wir uns stets über Gastbeiträge. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme entnehmen Sie bitte dem untenstehenden Impressum.

Nun aber zu den Themen der aktuelle Ausgabe. Was erwartet Sie diesmal?

Dr. Lutz Brade eröffnet die Diskussion mit seinem Beitrag „Zum Verhältnis von Christen und Eziden im Euphrat“. Brade wirft dabei einen Blick in die jahrtausende alten Geschichtsbücher und berichtet über historisch bedingte Gemeinsamkeiten beider Glaubensgruppen.

Hatab Abduslo greift mit seinem Text „Integration in Deutschland“ spezifische Probleme während des Integrationsprozesses von Eziden in Deutschland auf und benennt gleichzeitig wichtige Faktoren die eine Integration fördern können. Der Beitrag wurde auch bereits auf der Veranstaltung der Ezidischen Akadamie am 24.09.2010 zum Thema Eltern fördern – Kinder stärken vorgetragen.

Jenny Thomsen stellt den wöchentlich stattfindenden Arbeitskreis „Frauenrechte in religiösen Minderheiten“ vor und zeigt auf, wie dieser den neu in Deutschland lebendenden Frauen im gemeinsamen Austausch miteinander, aber vor allem auch in praktischer Hinsicht eine Unterstützung sein kann. Neue Teilnehmer sind hierzu jederzeit herzlich willkommen.

Einen gemeinsamen Blick in die Historie ezidischer Siedlungen werfen Hatab Abduslo und Jenny Thomsen. Abduslo würdigt dabei die Arbeit des Autoren Kemal Tolan und widmet sich einer Auflistung ezidischer Dörfer in der Türkei, während Thomsen sich der historischen Entwicklung in Georgien annimmt.

Mit dem Beitrag „Hoste Necar, Meister Tischler“ liefert Hatab Abduslo eine Niederschrift einer bekannten und bisher weitestgehend nur mündlich überlieferten ezidischen Kurzgeschichte.

Ein sehr interessantes Interview hat Virginia Apel für diese Ausgabe der ZEA geführt. Sie traf die ezidische Autorin Hatun Tuku während eines Treffens ihrer Frauengruppe zum Gespräch und lernte dabei eine wirkliche „Power Frau“ kennen.

Auch der Jurist und Asyl- bzw. Migrationsrechtsexperte Johannes Düchting bringt sich erneut in die Diskussion mit ein und beleuchtet in seinem aktuellen Beitrag „Die Sozialstruktur in der yezidischen Gesellschaft“

„Toka Tawisi Melek“ ist ein Gastbeitrag von Hayri Demir, in dem der junge Autor die Bedeutung des Begriffes näher untersucht und darüber einen Schlüssel zum Verständnis der alten ezidischen Mythologie liefert.

Zu guter Letzt freuen wir uns, Ihnen auch diesmal mit freundlicher Genehmigung durch den Autor, einen Beitrag aus Moustafa Rechids Buch „Kurdische Volksmärchen für Kinder“ präsentieren zu können. Das Märchen „Der Fuchs und die Großmutter“ und im Anschluss das ins Deutsche übersetzte „Abendgebet (Di´a êvarî)“ aus Martin Affolderbach & Ralf Geislers Buch „Die Yeziden“ bilden diesmal den Abschluss unserer Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen!

 

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